Mein oberstes Ziel bei der Katzenzucht sind gesunde Menschen bezogene Kitten.
Für mich ist die Gesundheit und der Charakter der Katzen das wichtigste, erst dann kommt das Aussehen. Das die Katzen natürlich alle dem “Standard” entsprechen ist selbstverständlich. Ich züchte seit 1995 diese wunderschöne Rasse.
Wichtig ist der Spaß an den Katzen und den Babys.
Es gibt nichts schöneres als mit den Katzen zu spielen und zu kuscheln. Für mich sind meine erwachsenen Katzen wie Familienmitglieder die auch nicht wieder abgebe. Meine alten Kastraten bleiben normalerweise hier.
Ich habe eine kleine Zucht mit vier Zuchtkatzen und zwei Katern. Meine Mädels bekommen je nach Triebhaftigkeit normalerweise alle 9-15 Monate Babys. Genau steuern kann ich es aber nicht – da ich normalerweise nicht die „Pille” verabreiche. Wenn eine Katzen sehr stark und oft Rollt und die Gefahr besteht dauerrollig zu werden kommt Sie zum Kater auch wenn noch kein Jahr dazwischen ist. Meine Katzen haben schon mal 3 Würfe in 2 Jahren – dann aber auch schon mal eine Pause von 20 Monaten. Jede Katze hat durchschnittlich einen Wurf pro Jahr.
Vorbestellungen
für Liebhaber nehme ich nicht an, natürlich können Sie sich vormerken lassen, jedoch habe ich nur wenige Würfe so das Wartezeiten von teilweise über 1 Jahr durchaus realistisch sind. Mir ist es jedoch lieber wenn Sie die Katzen besuchen wenn die Babys alt genug sind. Dann sollten Sie sich verlieben. Denn eine Katze lebt 15-20 Jahre und das Äußere ist dabei eigentlich unwichtig – die eigene Katze ist immer die schönste. Egal ob Sie ein Straßenpotporie oder eine Rassekatze ist. Außerdem verlieben sich die meisten nicht in die vorher gewünschte Farbe und das Geschlecht. Außerdem können sich die wenigsten einen Kater von 7-8 Kilo vorstellen. Oft wird dann beim Anblick eines ausgewachsenen Katers schnell klar das man doch lieber ein Mädchen möchte. Eine Katze mit 4-4,5 Kilo ist ja auch nicht gerade klein. Und ganz wichtig die Katze muss sich auch in Sie verlieben.
Mir ist es sehr wichtig wohin die Babys kommen, deshalb bringe ich die Kleinen auch grundsätzlich zu den neuen Besitzern.
Nicht jeder der einen Katzenwunsch hat ist auch der Typ für eine BKH. Katzen sind sehr Individuell und es gibt viele schöne Rassen. Die BKH kann mitunter sehr langweilig sein wenn man das agile Wesen einer Hauskatze gewöhnt ist. BKH sind eher wie „Garfield” – Fett, Faul, Gefräßig! Besonders Kastraten muss man meistens das Futter einschränken und für viel Bewegung sorgen damit Sie nicht zur Kugel mit Schwanz und Pfoten Mutieren (so wie meine Kastraten die sich auch gerne mal beim Kittenfutter bedienen). In der Regel spielen Sie gerne und sehr viel – jedoch kommt es mitunter vor das sich beim gemeinsamen Spiel die Katze weniger bewegt als sie selber ;) Es gibt Kater die mit 8 Kilo schlank sind und andere sind mit 6 Kilo total Fett. Wie bei jeder anderen Katze sollten die Rippen problemlos ertastbar sein. Die BKH ist kräftig und muskulös sollte aber nicht dick sein!
Züchter
Leider habe ich sehr schlechte Erfahrungen mit anderen Züchtern gemacht, deshalb verkaufe ich keine Katzen an Deutsche Züchter. Nur an solche die ich lange kenne, die großen Wert auf Gesundheit und Wesen legen, also alle ihre Katzen auf Erbdefekte untersucht haben. Ich verkaufe nur noch an Züchter wo alle Katzen und Kater artgerecht mit Familienanschluss in der Wohnung leben, die Ihre Zuchtkatzen nicht grundsätzlich nach dem 1-2 Würfen wieder verkaufen – oder die Ihre Katzen gnadenlos ausnutzen und 2 Würfe pro Katze/Jahr haben.
Leider entwickeln sich junge Züchter die „falsche” Vorbilder, oder besser gesagt schlechte Mentoren haben, oft in Züchter deren Philosophie ich nicht teilen will. Das was mal als reines Hobby angefangen hat artet schnell in „Geschäfte, planlose Vermehrung (siehe Genetik) oder extremen Ehrgeiz” aus. Aus den 2 Zuchtkatzen mit je einem Wurf werden dann schnell 4-6 Zuchtkatzen mit so vielen Würfen wie erlaubt sind (in einigen Vereinen 2 Würfe pro Jahr in anderen 3 Würfe in 2 Jahren). Oder alle Katzen werden ständig gewechselt – warum frage ich mich immer wieder, für mich ist es auf jeden Fall nicht nachvollziehbar warum man alle 2 Jahre komplett neue Katzen hat.
Natürlich ”sammelt” auch niemand Katzen, es gibt immer mal wieder Kastraten die sich nicht mehr mit den Potenten Zuchtkatzen/Katern verstehen und abgegeben werden müssen, oder man hat einfach nicht die Zeit um sich um alle Katzen genug zu kümmern aber es sollte immer zum Wohle der Katze passieren und nicht um den eigenen Geldbeutel zu schonen.
Mir sind Liebhaber aber viel lieber, denn was kann schöner für eine Katze sein als sich die Liebe und Zeit Ihres Menschen nur mit 1-2 anderen Katzen teilen zu müssen.
Meine Zucht mit nun 5 Kastraten und 4 Zuchttieren platzt so langsam auch aus allen Nähten, deshalb suche ich natürlich auch manchmal für junge Katzen Kuschelplätze auf Lebenszeit. Das sind Katzen für die sich als Baby kein Liebhaber gefunden hat, oder die eigentlich für die Zucht vorgesehen waren, sich aber dann doch nicht so entwickelt haben, oder ich mal wieder nicht wusste wen ich behalten sollte ;(. Oder auch schon mal für ganz junge Zuchtkatzen, die sich leider doch nicht für die Zucht eigenen – wie z.B. meine Venus die bei der Aufzucht von ihren Babys 1/3 ihres Körpergewichtes verliert :( , Sie sollte eigentlich wie Ihre Mutter bei mir alt werden. Platzmangel besteht nicht, die Wohnung mit 110qm und ca. 30qm Freilauf ist groß genug aber leider bin ich beruflich stark eingespannt und habe ein echtes Zeitproblem. Das macht sich natürlich an der Zufriedenheit meiner Katzen bemerkbar.
Genetik
Ich halte nicht viel von Inzucht, natürlich ist es unvermeidlich das man entfernt Verwandte Katzen miteinander verpaart um gewisse Eigenschaften zu eliminieren oder hervorzuheben, jedoch sollte sich alles im Rahmen halten, Inzestverpaarungen wie Eltern/Kinder oder Halbgeschwisterverpaarungen sollten meiner Ansicht nach nur von sehr erfahrenen Züchtern gemacht werden die Ihre Linien (Vorfahren der Katzen) ganz genau kennen und die entsprechend getestet und untersucht sind. (Bruder/Schwester ist verboten)
Zucht heißt nicht „Schöne Katze x Schöner Kater = Schöne Kinder”, wenn das so einfach wäre könnte sich jeder Züchter nennen der eine Katze mit einem Kater zusammen bringt.
Zur Zucht gehört weit mehr, wichtig ist bei der Zucht einerseits die Stammbaumforschung, andererseits die Untersuchung der Zuchttiere auf die Rasse typischen Erbdefekte.Mehr
Die meisten Labore bieten entsprechende Zuchthygienische Gentests an – also Rassespezifische Tests auf vermehrt vorkommende Gendefekte der einzelnen Rassen. z.B gibt es bei für BKH und Perser Katzen den PKD1 Gentest, für Maincoon schon 2 HCM Tests…
Viele Labore testen auch schon Blutguppen – was toll bei A- Tieren ist, denn die können ja reinerbig oder auch mischerbig sein, also B tragen. Natürlich ist das auch super für Tests bei Babys, da braucht man nur einen backenabstrich, und kann sich das Blutabnehmen bei Babys sparen.
Farben
Auf die Dauer möchte ich creme- und red-silber Tabbys züchten. Im Jahr 2000 habe ich das erste Foto einer englischen BKH in der Farbe gesehen seitdem bin ich hin und weg und mir war klar – diese Farbe muss ich haben bzw. Züchten. Bemühungen ein Mädchen in dieser Farbe zu bekommen waren aussichtslos. Dann habe ich leider auf einen Züchter gehört der alle anderen Katzen niedermacht und nur seine eigenen Linien für gut befindet (die sich dann im Nachhinein als “Bonsaikatzen mit oft riesen Ohren und langen Nasen” entpuppt haben und zusätzlich auch noch auf gar nichts getestet werden, meine Desy eine red-silber tabby die ich aus diesen Linien gekauft habe hat übrigens HCM). Also musste ich nochmals ganz von vorne anfangen. Zum Glück sind die farbigen (silber)-Tabbys auch aus anderen Linien im Vormarsch. So das meine Lieblingsfarben die hellen Tabbys, also blau-, lilac-, und creme- (silber) Tabbys mit orangenen Augen, bei vielen Züchtern zu finden sind, zwar sind die besten Linien selten in Deutschland zu finden aber dank Internet ist es heutzutage einfach möglich auch in den anderen EU-Staaten Ausschau zu halten. Der erste Schritt ist getan – ich habe mir einen eigenen chocolate-silbertabby Kater aus besten deutschen “Riesen” Linien gekauft. Ein passendes creme tabby Mädchen habe ich auch gefunden – eine echte Europakatze: dänischer Vater und tschechische Mutter aus holländischen Linien :)
Es gibt mittlerweile recht viele Gentests für Farben – was das Züchten natürlich erheblich vereinfacht, es gibt Tests für Chocolate, Cinnamon, Siamese, Point, Verdünnung und Agouti (Tabby). Das Langhaargen wurde in Belgien auch schon Identifiziert und wird auch schon als Gentest angeboten :). Auf diese Weise wusste ich schon vor der ersten Verpaarung das mein Dante Verdünnung trägt und meine Chaja nicht nur Agouti (tabby) aussieht sondern auch genetisch eine Agouti ist.
Größe
Irgendwie werden die BKH Katzen immer kleiner. Auf Ausstellungen sind oft hoch prämierte Katzen Mädchen in den seltensten Farben zu finden, die höchstens 3 Kilo auf die Waage bringen und nichts an ihnen ist wirklich „Britisch“. Auch die Kater sind oft nicht wirklich Cobby, sondern haben lediglich Hänge backen. In den letzten Jahren hat sich der Trend zur Farbzucht so schnell entwickelt, das oft nur noch auf die Farbe aber nicht mehr auf Größe und Statur geachtet wird. Da findet man BKH’s die Ohren haben, die durchaus mit Hasenlöffeln vergleichbar sind – oder Nasen die gut und gerne auch einer Hauskatze wunderschön stehen würden. Auch die Fellqualität ist oft sehr schlecht. Am schlimmsten ist es bei den Silbertabbys – Sie wurden dank Werbung eine Modeerscheinung und damit fürs “schnelle Geld verdienen” tauglich. Durch die unglaubliche rasante unüberlegte „Vermehrung“ der grünäugigen black-Silbertabbys wurden diese immer kleiner, schmaler, schlechter. Zudem wurden einfarbige mit orangenen Augen ein gekreuzt. Was bei fast allen den totalen Verlust der wunderschönen klaren grünen Augenfarbe zur Folge hatte, und bei den anderen den Verlust der schönen bernsteinfarbenen Augen. Es gibt immer noch super tolle Silbertabbys mit grünen Augen – aber sehr selten. Der Vorteil ist natürlich das es jetzt auch Silbertabbys in anderen Farben gibt :) teilweise haben diese farbigen Silbertabbys auch schon wieder super schöne orange Augen. Wie mein Dante – er hat eine traumhafte Augenfarbe und ist ein absolut massiger Kater, zwar ist er kein Riese aber größer als viele andere Kater, er ist etwas flach – aber toll.
Verein
Ich bin beim Rassekatzen Bielefeld e.V., einem Patronats Verein vom DEKZV der wiederum zur Fife gehört.
Der RKB ist für mich Ideal, der Stammtisch ist 1x im Monat, es werden regelmäßig Vorträge von Tierärzten angeboten und auch den Vorstand kennt man Persönlich. Alles in allem ist es schön klein und persönlich – und trotzdem gehört man zum DEKZV und hat im Hintergrund die Fife mit schön viel Konkurenz und den großen Ausstellungen. Ich bekomme nur die Titel von Fife Vereinen anerkannt. Das heisst anders als bei den Freien Verbänden, sind die Titel viel schwerer zu bekommen, für internationale Titel muss ich normalerweise ins Ausland fahren, deshalb sind auch auf deutschen Fife Ausstellungen viele Ausländische Züchter. Außerdem bietet die Fife ca. 20 deutsche und Weltweit ca. 330 Ausstellungen im Jahr an.
Die ersten 10 Jahre war ich bei der DRU, da dieser Verein aber in den letzten Jahren extrem klein geworden ist, und auf den Ausstellungen oft noch nicht mal 100 Katzen waren, musste ein anderer Verein her! Mittlerweile gibt es dort gar keine Ausstellungen mehr! Außerdem war ich es satt in dem selben Verein zu sein wie einige andere BKH „Züchter“, die wohl eher Vermehrer als Züchter sind! Den besten Spruch zu diesem Wechsel habe ich auf meiner ersten Fife Ausstellung in Bremen gehört:
Wie aus der DRU ausgetreten? Ich dachte das geht nicht!
Ich dachte das ist eine Sekt… ;)
Zitat von einem anderen Aussteller aus der Fife
Natürlich hat er das nicht so wirklich ernst gemeint, aber die DRU scheint dafür bekannt zu sein Mitgliedern die gekündigt haben das Leben schwer zu machen. Nach einem Wechsel soll man sich angeblich schon mal auf den Besuch vom Veterinär und vom Finanzamt einstellen. Und oh Wunder ich wurde natürlich auch vom Finanzamt überprüft – Ende Mai 2007 hatte ich den Termin! Ich hätte gerne die 4000,- Euro Verlust die ich jährlich durch die Katzenzucht habe von meinem zu versteuernden Einkommen abgezogen! Aber ich habe keine “Gewinnerzielung Absicht” wie es im Amtsdeutsch heisst also ist es ein Hobby – und muss die Verluste natürlich selber tragen :( siehe dazu Zuchtkosten
Obwohl ich eigentlich gutmütig bin: die Freude zu sehen wie Sterbende mit letzter Kraft böswillig um sich schlagen war den ganzen Aufwand wert :)
Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist seelisch bereits tot. Zitat von Albert Einstein



