Der perfekte Deckkater, es ist viel Aufwand perfekte Zuchtkater zu finden. Das wichtigste muss die Gesundheit, das Wesen und zum Schluß auch die Schönheit sein.
Es erfordert viel Wissen und gute Kontakte um perfekte Zuchtpartner zu finden. Am besten Sie suchen Züchter welche die gleichen Zuchtziele haben und die selben oder ähnliche Farben züchten. Wenn man sich dann noch Sympathisch ist und den gleichen Typ Katze bevorzugt ist man schon ein gutes Stück weiter. Die Philosophie sollte natürlich auch nicht zu unterschiedlich sein. Wenn die Züchter dann keinen eigenen Deckkater haben – kennen Sie vielleicht den ein oder anderen.
Der Deckkater:
sollte einen sehr guten Charakter haben.
Bedenken Sie bitte das auch der Charakter vererbt wird. Wenn Sie immer total Schmuser als Babys von ihrer Katze hatten. Aber dann mit dem Deckkater, die hälfte der Babys ängstlich und scheu ist, kann es durchaus an den Genen liegen. siehe Charakter
sollte gesunde Eltern haben.
Ein junger Deckkater kann noch nicht (voll wirksam) auf alle Erbkrankheiten untersucht sein, HCM z.B. ist erst nach ein paar Jahren Aussagekräftig, Wenn die Eltern aber untersucht sind, ist natürlich die Chance das es der Kater auch nicht hat viel größer, als wenn die Eltern ungetestet sind. PKD sollte sowieso untersucht werden – außer der Deckkater kommt aus einer nachweislichen PKD freien Verpaarung (die Eltern beide gestestet – am besten per Gentest)
sollte gesunden Nachwuchs zeugen.
Leider tragen manche Deckkater rezessive Erbdefekte in sich, die mit der entsprechenden Katze (die auch diese versteckten Gene trägt) zum Vorschein kommen können. siehe Erbdefekte
sollte von seinen Linien zu Ihren passen.
Wichtig ist die Stammbaum forschung, der Inzuchtkoeffizent und die Inzucht allgemein. siehe Inzuchtkoeffizient
sollte erfolgreich sein.
natürlich muss der Deckkater nicht immer auf der Bühne stehen. Er sollte aber ein typischer schöner Vertreter seiner Rasse sein. Die meisten haben irgendeinen “Fehler” zu platt, zu lang, zu blasse Augen … Schauen Sie sich einfach mal seine Kinder an. Ein 100 prozentes Tier gibt es nicht. Die Perfektesten sind meistens wirklich hoch prämiert. Aber wenn Sie immer nur zum Modekater gehen, ist das im Endeffekt nicht gut für die Rasse. siehe Modekater
sollte groß sein.
Die BKH`s werden immer kleiner. Ein Deckkater sollte mindestens 6,5-7 Kilo auf die Waage bringen. Ich persönlich stehe auf die Riesen! gerne 8 Kilo oder größer. Jedoch sind solche Exemplare nicht so einfach zu finden. Manchmal muss man weite Wege in Kauf nehmen, oder sogar ins Ausland fahren. Was mit einer rolligen Katze oft nicht möglich ist. Aber es spricht nichts dagegen einen Tier dort zu kaufen. siehe Größe
sollte lieb zu den Katzendamen sein.
Die Mädchen sollten schon umworben werden, und sich freiwillig decken lassen.
sollte nicht zu häufig Decken.
Ein Deckkater der zu häufig deckt, und keine Schonfrist erhält läuft Gefahr sich irgendetwas einzufangen.
sollte schon mal erfolgreich gedeckt haben.
Normalerweise geben Deckkater Besitzer Ihre Kater erst frei wenn Sie schon mal erfolgreich die eigenen Katzen gedeckt haben.
sollte die richtige Blutgruppe haben.
Katzen mit Blutgruppe A können zu A oder B Deckkatern, Katzen mit der Blutgruppe B sollten aber nur von Deckkatern gedeckt werden die auch Blutgruppe B haben. mehr zu Blutgruppen
Der Besitzer:
sollte seine Deckkater nicht in Zwingern halten!
Deckkater die in der Wohnung leben markieren auch meistens nicht, denn dann würden Sie die längste Zeit Deckkater gewesen sein. Außerdem können die Besitzer so viel mehr zu dem Wesen der Kater aussagen. Katzen haben grundsätzlich nichts in Zwingern und schon gar nichts in Käfigen zu suchen! In einigen Ländern (z.B. England) ist es aber durchaus normal das die Katzen in Außengehegen gehalten werden.
sollte keine 10 Deckkater halten!
das ist keine Hobbyzucht! ausführlich unter Deckkaterbesitzer
muss einem seriösen Verein angehören!
Es gibt Vereine wo sich die schwarzen Schafe gesucht und gefunden haben. Manchmal lassen aber auch an sich seriöse Vereine Großzüchtern alles durchgehen!.
muss seine Deckkater komplett geimpft haben,
auch Tollwut und Leukose!. (kann auch nach Amerikanischen Richtlinien sein)
muss seine Deckkater auf die gängigsten Erbkrankheiten untersucht haben,
wie HCM und PKD. Er sollte es Ihnen nicht nur erzählen sondern Ihnen auch Kopien von den Testergebnissen mitgeben können. siehe Erbdefekte
sollte Ihnen die Deckkater schon live zeigen, nicht nur ein Foto!
Es könnte sonst sein das die Tiere gerade Krank sind. Ich kannte mal einen Züchter der hatte “haarlose runde Stellen” an seinen Katzen, und der Züchter erzählte mir doch glatt:
aber Nein einen Pilz hätte er nicht, die Stellen kommen von den vielen Käserollis die eine Bekannte verfüttert hätte – das wären allergische Reaktionen.
Wieder Zuhause habe mich draußen vor meiner Wohnung ausgezogen, die Sachen gleich im Keller in die Waschmaschine entsorgt, habe laaaaange geduscht und mich dann desinfiziert! und gehofft mir diese “allergischen Reaktionen” nicht mit nach Hause geholt zu haben. Erst dann bin ich zu meinen Katzen! Nachdem sich ein anderer Züchter vom Decken einen Pilz eingefangen hat erzählte er:
Von Ihm hätte sich noch nie eine Katze etwas mitgenommen, er habe schließlich alle Katzen vorsichtshalber mit Imaverol behandelt, bevor die wieder zurück zu den Besitzern sind!, er hätte definitiv keinen Pilz – nur so komische Milben, die hätte er sich durch gebrauchte Kratzbäume eingefangen.
Man bedenke das Imaverol gegen “Pilzerkrankungen der Haut” ist und nicht gegen Milben! – Egal was es jetzt war – der Züchter hätte gar keinen Besuch empfangen, oder gar Katzen zum Decken für seine vielen Deckkater annehmen dürfen. Ich hatte damals Glück das ich ohne Katze da war, mit der dusch und draußen auszieh Methode konnte ich die Übertragung verhindern! Ich verurteile Niemanden der sich so etwas einfängt – aber bitte die Zuchtsperre muss eingehalten werden.
sollte nach Fremddeckungen seinen Deckkatern eine Schonfrist gewähren.
Wie nach Ausstellungen also ca. 14 Tage, wenn es jedoch nicht klappt, sollte er Sie aber davon in Kenntnis setzen und Sie selber entscheiden lassen ob sie jetzt zum Decken kommen oder lieber die nächste Rolligkeit ihrer Katze abwarten.
Wenn z.B. morgens Katze A von Züchter 1 vom Kater abgeholt wird, und Nachmittags Katze B vom Züchter 2 zu dem selben Deckkater gegeben wird, kann es vorkommen das sich Züchter 2 die Krankheiten von Züchter 1 nach Hause holt – ohne den jemals gesehen zu haben.
eine angemessene Decktaxe haben.
Diese beträgt meist zwischen 300 und 400 Euro für komplett untersuchte geimpfte Deckkater, alles was darüber ist, ist reine Geld Schneiderei wenn die Kater nicht grade World Winner sind. Ein Deckkater der bei DHD für 150 Euro angepriesen wird – zeugt aber mit Sicherheit auch keine Champions.
sollte nur Katzendamen annehmen die entsprechend gesund sind.
Viele Deckkater Besitzer wünschen eine komplette Blutuntersuchung der Katze: FIV, FeLV und teilweise auch einen negativen FIP (FeCV) Befund. Andere wünschen teilweise zusätzlich ein aktuelles Gesundheitszeugnis indem die Gesundheit der Katzendame bestätigt, sowie eine Pilz und Parasiten freiheit vom TA bescheinigt wird. Andere wünschen sich zusätzlich das die Katze zumindest einmal mit V (Vorzüglich) gerichtet wurde – und somit Zucht tauglich ist. Wenn ein Deckkater Besitzer so gar nichts wünscht – ist er entweder sehr unvorsichtig oder einfach nur gutgläubig, heißt aber nicht das er Unseriös ist.
Resümee
Das bedeutet wenn man für seine Katze einen Deckkater auswählt, sollte es zwar ein erfolgreicher Kater sein, muss aber nicht bzw. sollte aber nicht immer der Modekater oder World Winner sein. Die Gesundheit des Deckkater und seiner Vorfahren und der gute Charakter sollten im Vordergrund stehen. In der Praxis heißt das, dass der dritt beste Kater auf einer Ausstellung durchaus der beste Zuchtkater sein kann.
Das gleiche gilt natürlich auch wenn man einen Deckkater für die Zucht kauft, man sollte ebenfalls eine Zuchtlinie auswählen, in der keine Erbdefekte bekannt sind und die möglichst auch nicht allzu weit verbreitet ist. Die Tiere sollten besonders menschenbezogen und auf die in der Rasse vermehrt vorkommenden Erbdefekte untersucht werden. Wenn dann noch die Linie nicht makiert aus der er kommt ist er meistens fürs Familienleben geeignet. Sie sollten die oben beschriebenen Kriterien sowohl an den Züchter (Der Deckkater Besitzer) als auch an beide Eltern (Der Deckkater) beachten.
