Welche Katze passt zu Ihnen / woher aus dem Tierheim oder vom Züchter

Eine Katze mit Ausgang

Sie haben die Möglichkeit der Katze freien Auslauf zu gewähren! Das heisst, Sie wohnen nicht an einer Hauptstrasse oder in der Nähe eines schiesswütigen Jägers (ca. 400.000 Katzen und 40.000 Hunde werden jährlich von Jägern erschossen !) Sie haben in der Nachbarschaft keine Vogelvolieren, Gartenteiche, auf Katzen abgerichtete Hunde oder Katzenhasser. Dann lassen Sie sie raus! Katzen sind dann in Ihrem Element. Bitte dann keine Rassekatze! Diese benötigen in der Regel keinen Freilauf und werden auch gerne mal “weggefunden”. Gehen Sie lieber ins Tierheim, dort finden Sie sehr viele Katzen die Freigang benötigen. Man kann Sie beraten und wird bestimmt eine passende Katze für Sie finden.

Nachts aber bitte nicht rauslassen! Katzenfänger gibt es leider zu genüge. Sie sollten Ihre Katze während sie Winterfell hat ein Klinke aus dem Rückenfell schneiden, so ist das Fell unbrauchbar und unverkäuflich! UND KANN SO DAS LEBEN IHRER KATZE RETTEN!
Autos fahren nachts auch nicht langsamer! ausserdem sollte kein Freigänger unkastriert bleiben, weil sie sonst zu viel streunen. Sie sollten Ihre Katze Chippen (Kennzeichnen) lassen.

Ich persönlich werde wohl nie einer Katze Freigang gewähren mir sind die Gefahren zu gross, beträgt doch die Ø Lebenserwartung von Freigängern nur 3 Jahre. Für meine Tiger habe ich meine Terrasse (25qm) katzensicher eingezäunt.

Eine junge Katze

Überlegen Sie, ob Sie die Zeit und vor allen Dingen die Ruhe für eine junge Katze haben – diese braucht sehr viel Aufmerksamkeit und ist noch sehr wild. Bei jungen Katzen kommt es schon mal vor, dass sie beim Spielen etwas zerdeppern oder ohne Rücksicht auf Verluste die Wohnung als Rennstrecke benutzen und über Polster und Tische nur so hinwegfegen oder die Gardine fälschlicherweise als Kletterbaum ansehen, was nicht immer ohne Spuren bleibt. Eine junge Katze braucht mindestens 2 Spielstunden täglich. Wenn Ihre Katze Abends ihre „5 min” hat liegt es meist daran das sie nicht ausgelastet ist und Sie zuwenig mit Ihr spielen.

Eine erwachsene Katze

dagegen ist meist ausgeglichener und ruhiger und der Charakter ist den Pflegern bekannt. Eine ältere Katze schliesst sich genauso dem Menschen an wie eine junge Katze. Sie braucht vielleicht etwas mehr Zeit bis sie abends eingerollt auf Ihrem Schoss einschläft. Da die meisten Tierheimkatzen schlechte Erfahrung mit den Menschen gemacht haben. Aber sie sind um so glücklicher über ein neues gutes Zuhause. Auch eine Erwachsene Katze braucht Spielstunden! Sie wollen auch beschäftigt werden und nicht nur als Zierde und zum Schmusen da sein.

Eine Wohnungskatze

Tja, wenn Sie Glück haben finden Sie auch jetzt eine Katze im Tierheim! Es gibt dort bestimmt auch ältere reine Wohnungskatzen. Jedoch machen Sie nicht den Versuch eine junge Katze oder eine Katze die früher schon mal draussen war nur in der Wohnung zu halten. Solange die Katze klein ist, kein Problem mit der Wohnungshaltung. Aber sobald sie geschlechtsreif wird, viel Spass! Die meisten Hauskatzen wollen dann auf Biegen und Brechen raus. Und das nächtliche Gejammer ist auf die Dauer nicht sehr zu empfehlen. Weder für Sie, noch für die Nachbarn und schon gar nicht für die Katze, die ja sichtlich leidet. Leider ändert auch die Kastration oft nicht nichts am Freiheitsdrang. Die einzige Möglichkeit ist ein Interessantes Zuhause, Kletter und Versteckmöglichkeiten, viel Spielzeug und am besten ein 4 beiniger Freund. Ein Zweibeiniger mit vieeeeel Zeit reicht manchmal auch. Bedenken Sie aber eine einzeln gehaltene Wohnungakatze lebt in “Einzelhaft” und kann ihrem natürlichen Bedürfniss sich mit Artgenossen (auf neutralem Grund) zu treffen nicht ausleben. Einzeln gehaltene Wohnungskatzen sollten die Aussnahme sein.

Eine Rassekatze

Die Britisch Kurzhaar Katzen sind z.B. Ideal. Wenn sie klein sind, machen sie genausoviel Unsinn wie andere Katzen, jedoch als Ausgewachsene sind sie sehr ruhig und ausgeglichen. Es gibt viele schöne Rassen. Kaufen Sie jedoch bitte nicht eine Perserkatze, bei denen die Nase zwischen den Augen sitzt. Es ist eine Qualzucht! Wenn es eine Perserkatze sein soll, dann bitte eine mit Nase! und bitte niemals eine Rassekatze ohne Stammbaum denn kein seriöser Züchter züchtet ohne Kontrolle eines Vereins. Der Preisunterschied ist liegt nicht bei den Papieren (ca.20 Euro) sondern in der Aufzucht und Haltung. (Impfung, Zuchttauglichkeit, Deckhäufigkeit…)

Sie sind Berufstätig?

dann Finger weg von einer einzelnen Wohnungskatze! entweder zwei oder keine. Wenn Sie den ganzen Tag arbeiten und die Katze alleine ist, ist diese unglücklich. Das bedeutet wenn Sie abends nach Hause kommen, will und fordert die Katze ihre ganze Aufmerksamkeit. Das ist auf die Dauer sehr anstrengend. Wenn Sie der Katze nicht genügend Aufmerksamkeit schenken, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese verhaltensgestört oder unsauber wird.

Zwei Katzen – halbe Arbeit – doppeltes Glück

Es bedeutet nicht mehr Arbeit sondern mehr Spass und viel weniger schlechtes Gewissen, wenn man Abends mit den Kollegen oder Freunden mal ausgeht. Zwei Katzen sind nicht weniger anhänglich, verschmust oder verspielt, als eine Einzelkatze. Sie sind aber nicht ganz so fixiert auf den Menschen und haben einen Spielkameraden, und sie langweilen sich nicht so. Sie sind dann einfach ausgeglichener. Sie sind nicht so anstrengend und bestehen nicht mehr so eindringlich auf mindestens 2 Spielstunden täglich. Was ja nun schnell in „Arbeit” ausarten kann. Ausserdem ist es toll zwei Katzen beim Spielen zuzuschauen. Und ob sie nun Futter für eine oder für zwei Katzen zubereiten, ist egal. Staubsaugen müssen sie genauso oft, und das Katzenklo müssen sie eh täglich reinigen, ob es nun von einer oder von zwei Katzen benutzt wird. Es sollte nur gross genug sein, da Sie ja als Berufstätiger meist nicht die Möglichkeit haben es tagsüber so oft zu reinigen. Besser sind jedoch zwei grosse Katzenklos.

Sie suchen eine Einzelkatze

Natürlich gibt es in der Katzenwelt auch absolute Einzelkatzen. Jedoch werden Sie solche Exemplare kaum bei einem seriösen Züchter finden. Denn es kommt selten vor das Katzen kein gutes Sozialverhalten haben wenn Sie in der „Grossfamilie” beim Züchter aufgewachsen sind.
Wenn Sie eine Einzelkatze suchen gehen Sie ins Tierheim – dort sind viele Tiere die Einzeln gehalten werden müssen – und das diese Katzen sich im Tierheim mit den vielen Artgenossen nicht wohl fühlen ist logisch. Der Grund für diese Einzelkatzen ist meistens in der viel zu frühen Trennung der Kitten von ihrer Mutter zu suchen. Ein Kitten sollte mindestens 12 Wochen bei der Mutter verbleiben. Kein seriöser Züchter gibt seine Babys früher ab! auch wird er Ihnen keine Einzelkatze verkaufen wenn Sie voll Berufstätig sind. Bedenken Sie aber eine einzeln gehaltene Wohnungakatze lebt in “Einzelhaft” und kann ihrem natürlichen Bedürfniss sich mit Artgenossen (auf neutralem Grund) zu treffen nicht ausleben. Einzeln gehaltene Wohnungskatzen sollten die Aussnahme sein.

Kater oder Katze

Tja hier streiten sich die Gemüter, der eine sagt Kater sind anhänglicher, andere sagen Kater Streunern mehr (auch wenn sie kastriert sind). Man sagt auch das sich 2 Katzen untereinander mehr streiten. Ein Pärchen soll angeblich besser sein. In Zuchten leben meist mehrere Katzen zusammen die ihre Babys teilweise sogar gemeinsam aufziehen. Ebenso wird behauptet das Potente Kater nicht zusammen leben können mir sind jedoch Züchter bekannt die mehrere Kater zusammen halten. Es soll sogar schon Kater gegeben haben die ihre Nachkommen bemuttert haben. Wenn Sie nicht gerade ein Zuchttier suchen ist ein Unterschied nicht auszumachen (ausser optisch). Jede Katze hat einen ganz individuellen Charakter. Spätestens nach der Kastration werden freiheitsliebende Katzen und Kater anhänglicher und verschmuster und es ist egal ob Sie nun 2 Mädchen, zwei Kater oder ein Pärchen haben.

Die zweite Katze kommt

Sie haben schon eine Katze und wollen noch eine zweite Katze dazunehmen ? am besten ist es natürlich wenn Sie beide Katzen gleichzeitig bei sich aufnehmen, entweder zwei Katzen aus einem Wurf, zwei Katzen die sich sowieso schon verstehen oder die Mutterkatze und eines Ihrer Babys.

So manchem erfahrenen Katzenbesitzer ist es auch schon gelungen zwei fremde erwachsenen Katzen aneinander zu gewöhnen, jedoch muss dann erst mal mit Streit und Prügel unter den Katzen gerechnet werden. Und es ist viel Feingefühl gefragt. Die Erstkatze sollte (erst einmal) besonders verwöhnt werden. Sie muss als erstes begrüsst werden, als erstes gestreichelt als erstes Futter … auch wenn es schwer fällt. Oft liegt es nur am Geruch der neuen Katze das sie sich nicht verstehen. So manches (grausame) Vollbad hat schon die ärgsten Feine zu Schmusern mutieren lassen. Auch kann man mit Bachblüten und Homöopathie einiges erreichen. Was sehr oft auch wirkt sind Pheromone (Felifriend ®)
Am besten ist es natürlich wenn Sie ein Kitten als Zweitkatze aufnehmen. Denn die Kleinen haben erst mal Welpenschutz das heisst ihre Erstkatze wird das Kitten vielleicht verprügeln und anfauchen aber es normalerweise nicht ernstlich verletzen.

Es ist nicht sinnvoll einer 10 Jährigen „Omi” ein 12 Wochen altes Kitten vor die Nase zu setzen. So alt sind Katzen Die Omi ist gestresst und das Kitten gelangweilt! Man sagt der Altersunterschied sollte nicht mehr als 2 Jahre betragen. Ansonsten haben Sie zwei Einzelkatzen die zwar nebeneinander fressen und sich nicht prügeln aber nichts miteinander anfangen können. Jedoch sollten Sie bedenken das jede Katze unterschiedlich ist. Eine verspiele 5 jährige Katze kann vielleicht besser mit einem Kitten klarkommen als eine „träge” 2 Jährige.

Machen Sie nie den Fehler und bevorzugen Sie die neue Katze. Katzen sind sehr feinfühlig und merken wenn Sie eine Katze mehr lieben als die andere! dann ist Streit unter den Katzen vorprogrammiert.

Katze auf TischP.S. Sie sollten auf jeden Fall erst einmal ein zweites Katzenklo besorgen es kommt vor das Erstkatzen die Neuankömmlinge nicht auf „ihr” Klo lassen!, genauso gehört der Kratzbaum und die Fellmaus der ersten Katze, deshalb nicht wundern wenn die Zweitkatze nicht kratzen darf, notgedrungen ihr Geschäft an anderer Stelle erledigt, oder jedesmal wenn die Katze der Fellmaus zu nahe kommt oder sogar damit spielt Prügel bekommt. Nach ein paar Tagen/Wochen wird dann meist alles von Beiden benutzt.
Manchmal kommt es vor das erwachsene Katzen aufhören zu spielen wenn ein Kitten ins Haus kommt. Versuchen Sie dann trotzdem noch mit Ihr zu spielen wenn das Kitten gerade schläft oder sich in einem anderen Raum aufhält. Ich denke der Grund ist darin zu suchen das besonders weibliche Tiere den Kitten das Spielen überlassen nach dem Motto “der/die Kleine muss das Jagen noch lernen”

Copyright

Dieser Text ist das Original, er steht seit März 1999 im Internet auf www.vincere.de. Es ist schmeichelnd das meine Texte für so gut empfunden werden das sie kopiert werden – aber es ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung nicht gestattet !

Also liebe Leute wenn Sie gerne den einen oder anderen Text vom möchten – fragen Sie doch einfach! näheres dazu per E-Mail.

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letzte Aktualisierung: 4.01.10