Parasiten sind nicht nur lästig sonder können auch Krankheiten übertragen, achten Sie deshalb immer darauf das Ihre Katzen keine Parasiten haben – bzw. bei Freigängern das Sie vorsorglich in der Zecken und Flohzeit Mittel vom Tierarzt besorgen die einen Befall verhindern. (die freiverkäuflichen Mittel und Halsbänder sind meist Giftig oder Wirkungslos!) Entwurmen Sie ihre Katzen auch regelmäßig.

Flöhe

Flöhe sind die am häufigsten vorkommenden Parasiten bei Katzen. Sie ernähren sich, indem sie Blut saugen. Flöhe sind Träger von Krankheitserregern, so sind sie z.B. Zwischenwirte für bestimmte Würmer.
Flöhe legen ihre Eier außerhalb der Katze ab. Floheier sind weiß und so klein wie Salzkörner. Auf der Katze selbst findet man den Flohkot, ungefähr gleich klein, aber schwarz. Er sieht aus wie feine Erde, wenn man diesen Kot auf ein nasses Papiertaschentuch legt färbt dieser rot aus. Aus den Eiern entstehen nach 2 bis 14 Tagen kleine Larven. Larven brauchen zehn Tage bis einige Monate bevor sie ausgewachsene Flöhe sind, abhängig von den äußeren Einflüssen. Larven kommen mehrere Monate gut ohne jede Ernährung aus. Sie sind deshalb besonders zäh und schwierig zu bekämpfen.
Alle Katzen, auch Wohnungskatzen müssen regelmäßig auf Flöhe hin untersucht werden. Es gibt mehrere Bekämpfungsmittel gegen Flöhe beim Tierarzt. Wichtig ist aber, daß man bedenkt, daß sich immer nur ca.15% der Flöhe auf der Katze befinden. Die restlichen Flöhe sind irgendwo in der Wohnung. Also nicht nur die Katze, sondern besonders die Schlafstellen, Kuschelhöhlen, Teppiche und Kratzbäume behandeln. Man muß oft und sehr gründlich staubsaugen (legen Sie in den Staubsaugersack ein kleingeschnittenes Flohhalsband). Weitere Infos bei WikiPedia und
vom Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V

Zecken

In ungesättigtem Zustand sind Zecken 2-3 mm klein. Festgebissene schwellen bis zu einer Größe von mehr als 1 cm bis maximal 2,5 cm an. Mit ihrem Biß können die Zecken Krankheitserreger übertragen und es kann zu Entzündungen der kleinen Bißwunde kommen.
Um Zecken zu entfernen, faßt man die vollgesaugte Zecke möglichst dicht am Kopf an, erst drehen und dann vorsichtig ziehen. Langsam aber kräftig mit einer drehenden Bewegung herausziehen – nicht Zerren ! da sonst der Hinterleib vom Kopf abgetrennt wird. Der zurückbleibende Kopf  kann schnell eine Entzündung verursachen. Spezielle Zeckenpinzetten kann man beim Tierarzt oder im Fachhandel kaufen.
Weitere Infos bei WikiPedia,  bei Zecken.de und
vom Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V

Milben

Wenn die Katze schwarze Verkrustungen oder schmierige Beläge in den Ohren hat, sich häufig in den Ohren kratzt und/oder den Kopf schüttelt, weist dies mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen Ohrmilbenbefall hin. Unter den Fleischfressern sind diese Milben stark verbreitet, und die Ansteckung erfolgt von Tier zu Tier. Auch Hunde können diese Milbenart auf Katzen übertragen und umgekehrt. Befallen sind meist die Ohrmuschel und der äußere Ohrenrand, selten auch die Augen- und Stirngegend.
Da Ohrmilben starken Juckreiz auslösen und die befallenen Tiere sich kratzen, kommt es zu vermehrter Absonderung von Ohrenschmalz und Wundsekret. Hierdurch können sich dicke schwarze Beläge bilden. Durch das ständige Kopfschütteln und Kratzen kann es zu einer Entzündung des Gehörganges kommen, in schweren Fällen sogar zum Durchbruch des Trommelfelles, zu Mittelohrentzündung und Taubheit. Ein Befall mit Milben gehört auf jeden Fall tierärztlich behandelt. Der TA wird i. d. R. das Ohr reinigen und mit einer Salbe/Lotion behandeln, die die Milben abtötet, den Juckreiz lindert und heilungsfördernd wirkt. Die Behandlung muss vom Tierhalter mehrere Tage fortgeführt werden und sollte nicht ohne Rücksprache mit dem TA abgebrochen werden. Weitere Infos zu Herbstgrasmilben unter http://www.tierarztinfo.com

Darmparasiten – Würmer

Würmer leben im Magen und im Darm der Katze und “stehlen” ihr dort Teile der Nahrung. Bei starkem Befall kann es daher zur Unterversorgung mit Vitaminen, Mineralien und Eiweiß kommen. Für Katzenwelpen können Würmer lebensbedrohlich werden.
Es gibt verschiedene parasitär lebende “Wurmfamilien” (Oberbegriff: Helminthen). Katzen werden von Plattwürmern (Bandwürmer) und Rundwürmern, auch Nematoden genannt (Spul-, Haken-, Peitschenwürmer), befallen. Zu sehen bekommt man sie so gut wie nie. Lediglich Bandwürmer fallen dem Tierhalter gelegentlich als “Reiskörner” auf, wenn einzelne Wurmglieder am After kleben. Spulwürmer können erbrochen werden – das allerdings nur bei länger andauerndem und sehr starkem Befall.

Für den Menschen gefährlich werden können vor allem drei Arten:

  • Der Spulwurm, insbesondere für Kinder. Zu den möglichen Folgen gehören Fieber, Muskel-und Gelenkschmerzen, Lungenentzündung, Sehstörungen, nervöse Störungen, Hirnhautentzündungen bis hin zu epileptischen Anfällen. Weitere Infos bei WikiPedia
  • Der Fuchsbandwurm, ein besonders “heimtückischer” Parasit. Fuchsbandwurmfinnen nisten sich in Leber und Lunge ein und schädigen diese Organe massiv. Eine Heilung ist kaum möglich, die Übertragung findet jedoch eher über ungewaschene, mit Fuchskot verseuchte Waldbeeren als über die Katze statt. Der bei Katzen viel häufigere, weil durch den Floh übertragene Gurkenkernbandwurm ist für den Menschen relativ harmlos. Bei der Katze hat er bei starkem Befall ein struppiges Fell, Futterverweigerung und schleimigen Durchfall zur Folge. Weitere Infos vom Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V
  • Der Hakenwurm, seine Larven werden durch Auflecken oder über die Haut aufgenommen. Sie bohren sich durch die Haut hindurch, gelangen so in die Blutbahn und über das Herz in die Lunge. Hakenwürmer gefährden vor allem Freigänger. Ein Befall kann erst nach etwa vier Wochen nachgewiesen werden. Bei starkem Befall kann es zu Abmagerung, Apathie, blutigem Durchfall, Darmentzündung, Blutarmut und Immunschwäche bis hin zum Tod kommen. Der Hakenwurm kommt weltweit vor, vor allem aber in den Tropen und Subtropen.

Der einzige für den Menschen ungefährliche Katzen-Darmparasit ist der Peitschenwurm. Bei der Katze löst er bei starkem Befall Blutarmut, blutige Darmentzündungen, Abmagerung und Kräfteverfall aus. Bei Katzenwelpen kann es zu Entwicklungsstörungen kommen.

Während Band-, Haken- und Peitschenwurm meist nur bei Freigängern und/oder Flohbefall auftreten, können Spulwurmeier auch von uns Menschen eingeschleppt werden (Schuhsohlen). Deshalb macht es Sinn, auch reine Wohnungskatzen regelmäßig auf Wurmeier untersuchen zu lassen. Hierzu sollte man ein- bis zweimal im Jahr eine Stuhlprobe (Kot von drei Tagen, da Wurmeier nicht ständig ausgeschieden werden!) zum TA bringen. Wichtig: Die Katze vorher wiegen. Wurmkuren werden nach Körpergewicht verabreicht, bei Unterdosierung nützt die Kur nichts. Es werden immer nur die erwachsenen Würmer getötet – Eier und Larven überleben -, so dass nach ca. drei Wochen erneut der Kot untersucht und gegebenenfalls nachbehandelt werden muss. Es empfiehlt sich, das Wurmkurmittel häufig zu wechseln, um Resistenzen vorzubeugen.

Bei Freigängern ist immer eine kombinierte Spul- und Bandwurmkur angesagt, bei Wohnungskatzen kann dies nach einem Flohbefall ebenfalls nötig sein. Deshalb: Freigänger alle drei Monate entwurmen (evtl. vorher Kotproben untersuchen lassen). Wohnungskatzen brauchen nur ein bis zweimal jährlich untersucht zu werden – es sei denn, es gab einen Flohbefall.

Eine Superseite über Würmer finden Sie bei WikiPedia

Ouellen:

(Milben und Darmparasiten – Würmer) sind aus dem FAQ der Newsgroup de.rec.tiere.katzen Copyright (c) by drtk-faq-team

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letzte Aktualisierung: 7.01.10