In Deutschland entlaufen jährlich 80.000 Hunde und Katzen! Ein Großteil von Ihnen findet den Weg nach Hause nie wieder.

Doch eine Identifikationsnummer auf einem Mikrochip, der unter die Haut gesetzt wird, ist jederzeit die Zuordnung des Tieresgewährleistet. Diese Kennzeichnung mit Mikrochips steht neben den bislang praktizierten Methoden wie der Tätowierung zur Verfügung.
Der Transponder wird bei den meisten Tieren unter die Haut der linken Halsseite gesetzt. Eine Narkose ist bei Hund, und Katze nicht erforderlich. Dieser Eingriff ist relativ schmerzlos. Ich lasse seit über 10 Jahren alle meine Jungtiere chippen, und 80% schimpft lautstark! Aber die ganze Prozedur dauert nur ca. 20 sec. Der Chip hält ein Tierleben lang. Es stört und belastet das Tier nicht.
Die Identifikationsnummer wird einer Registrierstelle (z.B. kostenfrei bei Tasso) gemeldet, die sie gemeinsam mit Ihrer Adresse speichert. Von diesem Moment an können Sie im Falle des Verlustes über die registrierten Daten ermittelt und über den Aufenthaltsort Ihres Lieblings informiert werden.

Warum sollte man sein Tier kennzeichnen?

  • Um es wiederzufinden, wenn es entlaufen ist. Tierbesitzer konnten aufgrund fehlender oder unzulänglicher Kennzeichnung oder Registrierung oft nicht ermittelt werden. Bei entlaufen Tieren im Ausland, war die Rückführung bislang nahezu unmöglich. Der Mikrochip – nach internationalem Standard – schafft hier sowohl national als auch international Abhilfe.
  • Um nachzuweisen, daß es das eigene Tier ist. Eine eindeutige Kennzeichnung, die besagt, daß es sich tatsächlich um Ihr Tier handelt, Unverwechselbar Manipulations- und Fälschungssicher bei Diebstahl, oder Ausstellungen. Bedenken Sie das z.B. Rassekatzen sich sehr ähneln – Sie erkennen Ihr Tier natürlich aber andere ?!
  • Im internationalen Reiseverkehr
    Seit Oktober 2004 ist der neue “EU-Heimtierausweiss” pflicht bei Reisen in Europa. Dieser Pass muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, d. h. das Tier muss mittels Tätowierung oder Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im Pass eingetragen sein. Eine Kennzeichnung durch Tätowierung ist bis Juni 2011 möglich, danach ist der Mikrochip für alle Tiere vorgeschrieben. EU-Heimtierausweiss (WikipediA)
  • Zur Sicherung der züchterischen Glaubwürdigkeit. Für Abstammungsnachweise von Zucht- und Rassetieren sollten präzise Kennzeichnungen vorliegen. Untersuchungen auf PKD, HCM und z.B. Audiometrische Tests werden nur mit Mikrochip von den Vereinen anerkannt. Fife Mitglieder müssen alle Zuchtkatzen chipen lassen. Ich lasse alle meine Jungtiere chippen da die Tiere so auch nicht ausgesetzt werden können.

Was ist eine „elektronische Kennzeichnung”?

Eine elektronische Kennzeichnung ist eine Markierung mit einem Mikrochip. Auf diesem Mikrochip befindet sich eine 15stellige Nummer, die einmalig auf der Welt vergeben wird. Kein anderes Tier wird mit dieser Nummer gekennzeichnet. Dies schützt vor Fälschungen. Diese Lesegeräte sind in Tierarztpraxen, Tierheimen und an Grenzstellen vorhanden.

Was ist ein „Transponder”?

Der Mikrochip befindet sich gemeinsam mit einer Antenne in einer medizinisch geprüften Bioglaskapsel, die für ein schnelles Verwachsen mit dem umliegenden Gewebe sorgt. Die Einheit von Mikrochip, Antenne und Hülle wird Transponder genannt. Solch ein Transponder ist klein wie ein Reiskorn nur 13,8 x 2,1 mm klein. Er stört oder belastet das Tier nicht. Er hat internationale Anerkennung und hält, solange das Tier lebt. Er ist die Markierung der Gegenwart und Zukunft.

Transponder

Was ist der ISO-Standard?

Seit 1996 besteht ein internationaler Standard mit der Nummer 11784 für Transponder. Mit diesem Standard haben Länder, Verbände und Hersteller weltweit eine einheitliche Vorgehensweise vereinbart. Er gewährleistet, daß die Transponder verschiedener Hersteller auch durch Lesegeräte anderer Hersteller lesbar sind. Diese Normierung sichert also eine Kompatibilität unterschiedlicher Systeme ? zum Schutz des Verbrauchers.

Wie bekommt man den Transponder?

Dieses geschieht durch die Tierärztin/den Tierarzt. Der Transponder wird mit einer sterilen Kanüle – meist in die linke Halsseite ? injiziert. Dieses geschieht schnell und fast schmerzfrei. Es ist keine Narkose erforderlich.

Lassen Sie Ihr Tier Registrieren !

Unbedingt erforderlich ist es, sein Tier bei einer Registrierstelle (z.B. kostenfrei bei Tasso) erfassen zu lassen! Diese speichern Angaben zum Tier Ihre Adresse und Telefonnummer. Wird ein Fundtier z. B. im Tierheim abgegeben, können Sie über die Chipnummer als Besitzer ermittelt und benachrichtigt werden.
Sie sollten unbedingt daran denken, Adreßänderungen der Registrierstelle mitzuteilen.

Zu dem Transponder werden Aufkleber geliefert

  • Auf diesen steht der Strichcode mit der Nummer, die sich auf dem Transponder befindet.
  • Einen Aufkleber für den Impfpass des Tieres.
  • Einen weiteren müssen Sie an die Registrierstelle senden.
  • Einen für die Tierarztpraxis.
  • Einen für das Zuchtbuch/Stammbaum oder Ihre Unterlagen
  • oder einfach als Reserve für Verluste, bzw. wenn ein neuer Impfpass benötigt wird.

weitere Infos vom Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V

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letzte Aktualisierung: 7.01.10