Obwohl die Aufzucht junger Kätzchen sehr viel Freude bereitet, sollten Sie sich doch, auch als Besitzer einer Rassekatze, genau überlegen, ob Ihnen für diese Aufgabe genug Zeit, Geld und Wissen zur Verfügung steht.
Überlassen Sie als verantwortungsvoller Katzenhalter auch ihre Hauskatze nicht einfach gedankenlos der natürlichen Vermehrung. Sofern nicht für jedes Kätzchen ein gutes Zuhause sichergestellt ist sollte man die Trächtigkeit einer Katze nicht in Betracht ziehen. Lesen Sie dazu die Seite von PeTA Die Katzen landen früher oder später doch nur in Tierheimen, die völlig überfüllt sind und notgedrungen vielleicht auch mal die Todesspritze einsetzen müssen.
Durch unkontrollierte Deckakte können lebensbedrohliche Katzenkrankheiten übertragen werden.
So mancher liebes toller Kater ist schon einem Auto zum Opfer gefallen. Da er nicht wie sonst vorsichtig genug ist (Liebe macht halt blind).
Die Unannehmlichkeiten des Geschlechtsverhaltens wie z.B. Harnspritzen, Schreien, Unruhe, Entweichen, Streunen fallen nach der Kastration weg.
Kastration
Unter Kastration versteht man die operative Entfernung der Keimdrüsen; das sind beim Kater die Hoden, bei der Katze die Eierstöcke. Die Kastration ist bei jeder Katze, die nicht zur Zucht verwendet werden soll, zu empfehlen. Durch den Eingriff wird weder die Lebensfreude der Katze, noch die des Katers beeinträchtigt. Die Operation ist für einen guten Tierarzt unkomplizierte Routine.
Die Kastration des Katers
wird meistens nicht vor dem Erreichen der Geschlechtsreife – im Alter von sieben bis zehn Monaten – vorgenommen. Auch ein älterer Kater kann jederzeit kastriert werden. Selbst ehemalige Deckkater die stark markiert haben während ihrer „aktiven” Phase hören normalerweise nach der Kastration mit dem markieren auf.
Die Kastration der Katze
wird ebenfalls meistens im Alter von sieben bis zehn Monaten durchgeführt. Aber auch hier sollte man die Rassetypischen Merkmale beachten, eine Siamkatze kann mit 5-6 Monaten schon sehr frühreif sein während die Briten meist erst mit 10-12 Monaten Geschlechtsreif werden. Die Behauptung, eine Katze müsse zuerst einen Wurf gehabt haben bevor man sie kastriert, hält sich zwar hartnäckig, entbehrt aber jeder wissenschaftlichen Grundlage. Allerdings sollte die Katze zum Zeitpunkt der Kastration nicht rollig sein. Auch später, wenn sie schon mehrmals geworfen hat, kann eine Katze noch kastriert werden. Eine trächtige Katze kann im Notfall auch noch kastriert werden, z.B. wenn die Katze noch zu jung ist oder Missbildungen der Babys durch Inzucht (z.B. Bruder-Schwester Verpaarungen) zu erwarten sind. Aber möglichst Frühzeitig zu Beginn der Schwangerschaft. Natürlich sollte das die Ausnahme sein, bei einer trächtigen Katze ist natürlich alles viel besser durchblutet und macht die Operation nicht einfacher!
weitere Infos: “Was spricht für die Kastration einer Kätzin” (Katzen können mitunter tödlich verlaufende Erkrankungen bekommen wenn sie nicht Kastriert werden!)
Sterilisation
Im Gegensatz zur Kastration werden Katern und Katzen durch die Sterilisation nur unfruchtbar gemacht, während der Geschlechtstrieb unvermindert anhält. Bei dieser Operation, verbleiben die hormonproduzierenden Keimdrüsen im Organismus, lediglich die ableitenden Samenwege des Katers beziehungsweise die Eileiter der Katze werden durchtrennt oder unterbunden. Da eine Sterilisation der Tiere keine Vorteile für den Katzenhalter bringt weil die Unannehmlichkeiten und die Gefahren des Geschlechtsverhaltens und die Erkrankungen bestehen bleiben, dürfte in jedem Fall eine Kastration vorzuziehen sein, zumal sie sowohl für den Kater als auch für die Katze, wie gesagt, ohne Nachteil ist.
